Extrusionstechnologie

Werkstoffe und Folien werden auf Extrusionslinien hergestellt, die in Übereinstimmung mit den Produktspezifikationen eingerichtet werden. Eine Extrusionslinie umfaßt folgende Maschinenteile:

Sheet-Extrusion-Process-Revised-v2.jpg 

  • Extruder
  • Formwerkzeug
  • Glättrollen
  • Kaschiereinheit
  • Abnahmevorrichtung
  • Abzugrollen
  • Schneidevorrichtung
  • Plattenstapler

Kernstück der Extrusionslinie ist der Extruder selbst. Seine Funktion ist wichtig und seine Konfiguration bestimmt letztlich die Endqualität des Produkts. Ein Extruder besteht aus einem Metallzylinder, der auf der Außenseite gleichmäßig gekühlt wird. Im Zylinder befindet sich die Förderschnecke, deren Konfiguration bestimmt, welcher Rohstoff extrudiert werden kann. In der Förderschnecke steckt eine Unmenge an Technologie, die nicht nur den Prozess selbst bestimmt, sondern auch die Fördermenge des betreffenden Kunststoffes bestimmen hilft. Die Förderkapazität der Extrusionslinie muss kompatibel sein, sowohl zur Größe des Extruders als auch zur Art des Rohmaterials, das verarbeitet werden kann.

Mischer mit Präzisionswaagen dosieren und mischen Rohstoffe nach einer spezifischen Rezeptur, bevor das Granulatgemisch in den Dosiertrichter der Zufuhrseite der Förderschnecke gefüllt wird. Während des Vortriebs durch die Schneckengewindegänge wird  das Granulatgemisch zu einem homogenen Gemisch in Zusammenwirkung von Hitze und sorgfältig kontrollierter Scher- und Schubkraft vermischt und verschmolzen. Ab der Spitze der Förderschnecke wird das Rohmaterial gefiltert und druck-stabilisiert, bevor es durch das Formwerkzeug extrudiert wird. Die Konfiguration des Formwerkzeugs Gewährleistet, dass ein gleichmäßiger Materialfluss über die gesamte Bahnbreite extrudiert wird.                                                                 

Ein Durchflussbegrenzer und einstellbare Austrittslippen in Zusammenwirkung mit der Beheizung des Formwerkzeugs sichern eine gleichmäßige Verteilung des extrudierten Materials. Bei kontinuierlichem Vorschub aus dem Formwerkzeug wird der Kunststoffwerkstoff mittels 3 Walzen-Staffel, die auf einer konstanten Betriebstemperatur gehalten werden, geglättet. Neben der gleichmäßigen Herunterkühlung des thermoplastischen Kunststoffes bestimmen die Polierrollen die Oberflächenbeschaffenheit und Materialdicke des Werksstoffes.                                         

Zusätzlich können in diese Produktionsphase andere Walzen für Prägungen oder für die Laminierung mit dekorativen Folien installiert werden. Der thermoplastische Werkstoff wird oberhalb der Polierrollen von den Zugrollen abgenommen und die Produktionslinie hinunter geführt, wo der Werkstoff von der Umgebungsluft gekühlt wird. In der Schneidvorrichtung wird er entweder mit einem Fallmesser oder einer Säge auf Länge geschnitten, wonach der fertige Werkstoff gestapelt und verpackt wird.

Wird der Werkstoff als Rollenmaterial gewünscht, so wird anstelle der Stapelvorrichtung ein Wickler installiert. Eine Voraussetzung für das Aufwickeln ist, dass der Werkstoff eine entsprechende Materialstärke und Biegsamkeit aufweist.